Kunstweg am Reichenbach

Jule Doll

1995 geboren in Heilbronn-Neckargartach
lebt in Karlsruhe

Ein Weg aus blauen Fundstücken führt zu dem Nest, das der Laubenvogel (Ptilonorhynchidae), erbaut um seine potentielle Partnerin zu verführen. Dieser Pfad mündet in Reichenbach in einem zentralen Element – dem Iglu. Doch ist dieses Iglu ein Nest, ein Ort der Geborgenheit und Zuflucht, oder verbirgt sich dahinter eine subtilere, fast hinterhältige Falle?

Neben den quaderförmigen, heimatlich- wohligen Heuhütten sticht das Iglu durch seine organische – weibliche – Form hervor. Es fordert den Betrachter heraus, sich mit der Ambiguität des Fremden und der Heimat auseinander zu setzen.

In der begleitenden einmaligen Performance nimmt Jule Doll diese Fragestellungen auf und verwebt sie mit dem dunklen, archetypischen Märchen Gebrüder Grimms „Hänsel und Gretel“. Damit verweist sie auf die Instabilität des Gefühls von Heimat und dem Drang des „Zuflucht-Findens“ in der heimatlichen – unheimlichen Natur.

2017-24 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Corinne Wasmuht sowie bei Prof. Philipp Kremer und bei Prof. Raphaela Vogel, voraussichtlicher Masterabschluss
2015-24 Studium des gymnasialen Lehramts der Chemie und Biologie am Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe; voraussichtlicher Masterabschluss