Malcolm Gompf
1970 geboren in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Frankreich
Die Arbeit untersucht das menschliche Streben, Natur nicht nur zu verstehen, sondern aktiv zu simulieren und nachzubilden. Indem der Mensch zwischen „natürlich“ und „künstlich“ unterscheidet, schafft er eine Trennlinie, die ihn selbst von der Natur entfernt. Eine Dynamik, die sich besonders in technologischen Entwicklungen wie künstlicher Intelligenz zeigt. Im Spannungsfeld von digitaler und analoger Schöpfung entfaltet sich ein fortlaufender Prozess der Annäherung: Biologische Formen und Umgebungen werden mit Hilfe von Technologie und Vorstellungskraft rekonstruiert. Dabei verschiebt sich auch die Vorstellung von Originalität. Das Original dient als Ausgangspunkt, die Fälschung als Versuch der Annäherung und aus dieser Imitation entsteht schließlich ein neues, eigenständiges „Original“.

| 1999 | Preis des Design Zentrum NRW |