Pauline Gosselin
1992 geboren in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Karlsruhe.
Die Arbeit zeigt eine eingefrorene Situation im Landschaftsraum. Ein Sarg hängt an einem abgestürzten Lastenfallschirm. Es bleibt unklar, ob es sich um eine Rettung, eine Lieferung oder einen Verlust handelt. Diese Ambivalenz zieht sich durch die gesamte Installation. Der Lastenfallschirm steht traditionell für Versorgung aus der Distanz. Gleichzeitig ist er aber auch Teil militärischer Logik. Der Sarg verweist auf eine universelle Endlichkeit, bleibt dabei aber ein einfaches Produkt, in einer Kette von Fertigung, Transport und Verkauf. Die Arbeit macht sichtbar, dass diese Strukturen nicht mit dem Tod enden. Der menschliche Körper bleibt auch nach dem Leben Teil von Abläufen, logistischer, materieller und wirtschaftlicher Natur. Transport, Herstellung, Bestattung: all dies folgt Regeln, Normen und Märkten. Ohne Bewertung legt die Installation offen, dass der Tod nicht als Gegenpol zur Ökonomie existiert, sondern in gewisser Weise deren Fortsetzung darstellt und stellt dabei grundlegende Fragen on den Raum: Was bedeutet Hilfe? Wann wird sie zu spät? Welche Systeme entscheiden darüber? Und in welchen Strukturen bleiben wir eingebunden, selbst über das Leben hinaus?

| 2016-2022 | Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Studium Malerei/Grafik an d bei Prof. Marcel van Eeden und Prof. Leni Hoffmann |
| 2022-2023 | Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Meisterschülerin bei Prof. Leni Hoffmann |
| 2023 | Preisträgerin Winterausstellung, Kunstakademie Karlsruhe |
| 2026 | Stipendium Cité Internationale des Arts Paris ab Juli 2026 |